Historie

Der Schlossname „Lembeck“ leitet sich aus dem Niederdeutschen her. Man kann ihn als „Lehm-bach“ übersetzen, was auf den einstigen Standort des Schlosses inmitten eines Sumpf- und Moorgebietes hindeutet.

Schlossteich um 1890

Schlossteich um 1890

Mit Adolf von Lembeck wird 1177 erstmals ein Ritter dieses Namens als Ministeriale des Münsteraner Bistums urkundlich erwähnt. Seine Familie, die Herren von Lembeck, übte die Gerichtsbarkeit über die Burg und den gleichnamige Verwaltungsbezirk aus.

Dietrich Conrad Adolf von Westerhold-Hackfurt ließ in der Zeit von 1670 bis 1692 die Anlage zu einem der größten Wasserschlösser des Münsterlandes aus- und umbauen. Umbauarbeiten 1730 durch den westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun.  Nach den Umbauarbeiten wurde westlich des Schlosses nach Entwürfen von August Reinking ein Barockgarten nach französischem Vorbild mit symmetrischen Wegeachsen angelegt. 1887 wurde durch einen Brand der nördliche Flügel der Vorburg zerstört.

Schlosstreppe um 1890

Schlosstreppe um 1890

Schloss Lembeck ist  immer noch im Familienbesitz

Als Dietrich Conrad Adolf  1702 ohne männliche Nachkommen verstarb, brachte seine Erbtochter das Schloss 1708 durch Heirat mit dem Wolbecker Drosten Ferdinand Dietrich Freiherr von Merveldt zu Westerwinkel an diese Adelsfamilie. In ihrem Besitz befindet sich die Anlage noch heute. Derzeitige Inhaber sind Ferdinand Graf von Merveldt und seine Frau Catherine.